Löwenjagd in Namibia

Ein Großteil der freilebenden Löwen in Namibia sind innerhalb der Grenzen der Nationalparks geschützt. Sobald sie allerdings diese verlassen und in benachbarte Stammes- und Hegegebiete ziehen, wie zum Beispiel das King Nehale Hegegebiet, welches direkt an der Nordgrenze des berühmten Etosha Nationalparks liegt, werden sie zu Problemtieren, wenn sie dort auf Rinderjagd gehen.

Löwen sind großartige, aber furchteinflößende Wesen, die vor Menschen wenig Angst haben. Während des Tages sind Löwen dem Menschen gegenüber eher vorsichtig. Löwinnen, insbesondere mit Jungen, sollten mit größter Sorgfalt behandelt und um jeden Preis vermieden werden, da sie besonders aggressiv sind.

Ihr ausgeprägtes Sichtvermögen bei Dunkelheit erklärt warum Löwen meist nachts aktiv sind und auf Sicht jagen. Während der Regenzeit, wenn dass Gras hoch und dicht wächst, werden die Löwen in eben dieser Sicht behindert und suchen sich einfache Beute wie Rinder aus.

Löwenjagd Fotos

Was man beim Löwenjagen beachten muss!

Löwen werden normalerweise mit Hilfe von Ködern („Bait“) gejagt. Das Verfahren besteht darin, zuerst den Köder zu jagen, normalerweise Springböcke, Büffel, Flusspferde, Zebras oder andere große Trophäen. Der Kadaver wird dann vorsichtig an einen Baum in offener Umgebung befestigt oder gehängt. Der Köder wird jeden Tag auf Biss- und Kratzspuren überprüft. Sobald eine grössere Spur oder langes Haar am Bait gefunden werden, ist es Zeit den Ansitz zu bauen. Der Schuss fällt in der Regel aus einem gut gebauten, leicht zugänglichen und in Windrichtung liegenden Ansitz, welcher sich zirka 60 – 100 Meter vom Köder entfernt befindet.

Oft müssen große Männchen oder besondere Problemlöwen ausgefährtet werden. Löwen sind faul und bevorzugen es sich unbeschwert entlang Wildwechseln oder Elefantpfaden zu bewegen. Nach einer grossen Mahlzeit suchen sie eine Wasserstelle auf und suchen sich nach dem Trinken ein schattiges Plätzchen zum Schlafen. Die Verfolgung eines Löwen ist sicher eine der nervenaufreibendsten Aktivitäten, an der man völlig freiwillig teilnimmt!! Dies kann auch nur in einem Team, welches sich sehr gut mit dem Verhalten von Löwen auskennt, erfolgen.

Wie beim Leoparden kann der Löwe keinen grösseren Kugelschlag absorbieren. Daher ist eine Teilmantelmunition nötig um den Löwen zu Fall zu bringen, die schnell und leicht expandiert und seine kinetische Kraft überträgt, während sie einen großen Wundkanal erzeugt.

Die beste Schussplatzierung ergibt sich bei einem stehenden Tier in voller Breitseite. Zielen Sie weit hinter den Schulterblättern bis zum Ellbogen auf der horizontalen Linie des Körpers.

Kein afrikanischer Jäger wird jemals den kalkulierenden Blick aus gelben Augen inmitten dichten Buschwerks und das markerschütternde Gebrüll vergessen.